Zwei Expresslinien verbessern Anbindung der Neckarsulmer Gewerbegebiete

03.04.2020 
EZ255-1

Die Neckarsulmer Gewerbegebiete Stiftsbergstraße, Trendpark und Trendpark Süd werden besser an den ÖPNV angebunden. Vom 1. Oktober an verbinden zwei Expresslinien im Stadtbusverkehr den Bahnhof mit den Gewerbegebieten. Der Gemeinderat stimmte der Einführung der beiden Expresslinien einstimmig zu und bewilligte hierfür Kosten von 212.000 Euro im Jahr. Die Expresslinien werden von der Firma E. Zartmann GmbH & Co.KG Autoverkehr im Rahmen der Interimsvergabe eingerichtet. Das Neckarsulmer Beförderungsunternehmen organisiert den Stadtbusverkehr im Auftrag der Stadt noch bis mindestens Ende 2021. Nach Ablauf der Interimsvergabezeit wird der Stadtbusverkehr komplett neu konzipiert.

Im Mobilitätspakt für den Wirtschaftsraum Heilbronn-Franken und im städtischen Mobilitätskonzept „Neckarsulm 2030+“ kommt dem ÖPNV eine große Bedeutung zu. Die Stadt baut daher das Angebot auf Wunsch des Gemeinderates und der örtlichen Unternehmen noch in diesem Jahr aus und erprobt die zusätzlichen Expresslinien im Testbetrieb.

Die neuen Expresslinien ergänzen die bereits bestehenden Stadtbuslinien 92 und 93, die die Gewerbegebiete Stiftsbergstraße/Trendpark beziehungsweise Trendpark Süd bedienen. Durch die zusätzliche Linie X93 kann auf der Fahrstrecke Bahnhof Ost – Stiftsberg – Trendpark ein siebeneinhalb Minuten-Takt angeboten werden. Die Expresslinie X95 verkehrt auf der Strecke Bahnhof Ost/Vorplatz – Bechtle Platz – Werner-von Siemens-Allee und ermöglicht zusammen mit der Stadtbuslinie 93 einen 15-Minuten-Takt.

Beide Expresslinien werden als Direktlinien eingerichtet. Sie fahren vom Bahnhofvorplatz ohne Zwischenhalt direkt in die Gewerbegebiete und können daher auch schnellere Routen als der reguläre Linienverkehr nehmen. Die Expresslinien verkehren in den Hauptverkehrszeiten: Montag bis Donnerstag von 7 bis 9 Uhr und 15.30 bis 18 Uhr, Freitag von 7 bis 9 Uhr und 14 bis 17 Uhr.

Für die Expresslinien werden zwei weitere Midi-Busse des niederländischen Herstellers VDL beschafft. Ein solches Fahrzeug befindet sich seit fast zwei Jahren in Neckarsulm im Langzeittest. Durch konsequente Leichtbauweise wiegt der knapp zehn Meter lange Midi-Bus rund drei Tonnen weniger als vergleichbare Busse herkömmlicher Bauart. Entsprechend verbraucht er rund 20 Prozent weniger Dieselkraftstoff und stößt 20 Prozent weniger CO2 aus. (snp)